Kapitel II: Gutenberg und die Erfindung des Buchdrucks
II.1 Mythos Gutenberg
Nicht alleine die lückenhafte Überlieferung zu seiner Biographie – »die meisten der drei Dutzend Dokumente […] drehen sich um die gerichtliche Klärung bestimmter Finanzangelegenheiten« –, sondern auch der Wunsch, »das ›Segensreiche‹ des Buchdrucks notwendig auf dessen Erfinder übertragen sehen« zu wollen, hat zu einem verfälschten Bild Gutenbergs beigetragen … weiterlesen
II.2 Das Werk der Bücher
Von besonderem Interesse für die Gutenberg-Forschung sind Dokumente, welche eingehende Schlußfolgerungen zu seinem Wirken zulassen: jene zum Straßburger Dritzehen-Prozeß, das sogenannte Helmaspergersche Notariatsinstrument und der Brief des Enea Silvio Piccolomini … weiterlesen
II.3 Gutenbergs Motiv
Aufgrund der mangelnden Quellenlage ist wenig überrraschend, daß über die Intention, die der Erfindung Gutenbergs zugrundelag, keine Zeugnisse überliefert sind. Andreas Venzke folgert aus den wenigen überlieferten Dokumenten über Gutenbergs Leben und Handeln, dieser sei in erster Linie an ökonomischem Erfolg interessiert gewesen … weiterlesen
II.4 Gutenbergs Schicksal
Etwa ein Jahr nach erfolgreicher Produktion der Bibeln, so ist es dem Urteilsspruch aus dem Helmaspergerschen Notariatsinstrument zu entnehmen, mußte nun Gutenberg an Fust das geliehene, sowie auch dasjenige Kapital samt Zinsen zurückzahlen, das nicht für deren gemeinsames Werk der Bücher verwendet wurde … weiterlesen